Bildung
Einprägung der Ideologie im NS

Nazi-Ideologie

Die nationalsozialistische Ideologie basierte auf den Ideen des 19. Jahrhunderts, entwickelte sich aber auch als Reaktion auf die liberalen und parlamentarischen Errungschaften des 20. Jahrhunderts weiter. Ebenso spielte die Niederlage des Ersten Weltkrieges, die als nationale Schmach empfunden wurde, eine Rolle.

Rassenlehre
Die Rassenlehre ist ein Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie, hierbei werden Menschen anhand ihrer Erbmerkmale klassifiziert. (s. Tabelle "Rassenunterteilung")

Rassenunterteilung (nach der nationalsozialistischen Ideolgie)


Der Rassismus der Nazi-Ideologie beschränkte sich nicht nur auf Menschen, sondern auch auf die Kulturgüter der jeweiligen Rassen. So wurde z.B. Jazz als "Negermusik" betitelt und verworfen.

Menschen, die nichts für die Gesellschaft geleistet haben wurden als "asozial" eingestuft und ebenfalls verfolgt. (z.B. Bettler oder Straßenprostituierte)

Antisemitismus
Der Antijudaismus entstand bereits im Mittelalter aus wirtschaftliche, religiösen und psychologischen Gründen. Durch das verstärkte Konkurenzdenken und die aufkommende Rassenlehre wurde er im 10. Jahrhundert zum gefährlichen Antisemitismus, der in den Juden den "Untermenschen" und "Schädling" sah.

Intelligenz vererbbar?
Die Nationalsozialisten waren der Meinung, dass die Intelligenz eines Menschen in dessen Erbmaterial verankert sei. Diejenigen, die einen zu niedrigen IQ hatten (unter 50), galten als Schwachsinnig und sollten, damit sich ihr "schlechtes Erbmaterial" nicht weiter verbreitet, sterilisiert werden. Am Ende würden dann die Arier ("die Elite") überbleiben.

Lebensraum-Ideologie (auch Blut-und-Boden-Ideologie)
Die von den Nationalsozialisten gesehene Knappheit des deutschen Lebensraums soll durch Siedlungsgebiete im Osten ausgeglichen werden. Durch die Abstammung habe eine Rasse das Recht, den Platz, den es benötigt, durch die Vernichtung anderer Völker zu sichern.